Spielmanns- und Fanfarenzug Selb
Selber Spielmanns- und Fanfarenzug besucht Partnerstadt Beaucouzé in Frankreich
Nach vielen Monaten der Vorbereitung und Vorfreude konnte es am Mittwoch Abend endlich losgehen. Pünktlich um 20 Uhr setzte sich der Bus des Spielmanns- und Fanfarenzugs Selb in Bewegung. Das Ziel heißt Beaucouzé, die Partnerstadt von Selb, ca. 1200 km entfernt im Nord-Westen Frankreichs, im Département Maine-et-Loire. Mit viel guter Laune und einigen Zwischenstopps werden die Strapazen der 15-stündigen Busfahrt gemeistert. Auf dem "Place de Selb" in Beaucouzé wartet bereits das Empfangskomitee auf die beiden Busse - auch viele Selber der Deutsch-Französischen Gesellschaft haben sich auf die Reise begeben. Auf einem Rasthof hinter Paris hat man sich getroffen, um die letzten Kilometer gemeinsam zu fahren. Auch die beiden Selber Bürgermeister Uli Pötzsch und Klaus von Stetten mit ihren Frauen sind vor Ort, sie waren bereits am Vortag aus Selb angereist. Nach herzlichen Begrüßungsworten durch den Bürgermeister von Beaucouzé wurden die Leute der Deutsch-Französischen Gesellschaft von ihren Gastfamilien in Empfang genommen, der Spielmannszug wurde zu einem Restaurant begleitet, um dort zu Mittag zu essen. Hier sollte man auch gleich einen Eindruck bekommen, was die nächsten Tage zu erwarten ist: die Französische Küche wird ihrem Ruf gerecht! Das Essen schmeckt wirklich vorzüglich, die Gastgeber sind äußerst bemüht um das Wohl der Musiker, und natürlich darf auch ein Glas Wein nicht fehlen! Nach dieser Stärkung wird zum Hotel gefahren, wo man sich noch etwas von der Fahrt erholen kann. Einige nehmen um 16 Uhr an einem Spaziergang durch Beaucouzé teil, der von Thomas Storch sehr informativ geführt wird. Um 18 Uhr trifft man sich wieder an der Festhalle, um vor vielen begeisterten Zuhörern ein einstündiges Standkonzert zu geben. Besonders als der "Marche de la Legion" angestimmt wird, ein Französischer Fanfarenmarsch, leuchten sehr viele Zuschaueraugen, und die Musik wird mit viel Applaus honoriert. Anschließend wird wieder in ein Restaurant gelaufen, wo man zu Abend isst und den Tag ausklingen lässt. Alle sind begeistert von der sehr guten Organisation durch die Französischen Freunde und freuen sich auf den folgenden Tag, an dem ein Ausflug zur Atlantikinsel Noirmoutier auf dem Programm steht. Nach einem kurzen Frühstück geht es auch schon los – man muss sich sputen, denn nach ca. 160 km Busfahrt wartet eine abenteuerliche Besonderheit auf die Reisegruppe. Die Straße, die auf die Insel führt, kann nur bei Ebbe befahren werden, und unsere Französische Reiseführerin erklärt, dass hier immer wieder Menschen ertrinken, wenn sie von der Flut überrascht werden. Beeindruckt von den örtlichen Besonderheiten kann man viele Leute beobachten, wie sie auf dem momentan "trockenen" Meeresboden nach Muscheln suchen. Solche sind dann ein paar Kilometer weiter dann auch selbst zu verkosten. Fangfrische Austern werden vor unseren Augen geknackt, und mit etwas Zitronensaft können sie dann "geschlürft" werden - sehr delikat! Kurze Zeit später haben die Französischen Begleiter ein Picknick geplant, aber da der vorgesehene Platz schon belegt ist, wird kurzerhand improvisiert und es wird direkt neben einer Straße bei einem Kreisverkehr aufgebaut - in Frankreich scheinbar völlig normal! Nach dieser kleinen Stärkung führt der Weg zu einer Saline, wo bei einer Führung über die Gewinnung von Meersalz informiert wird und die verschiedensten Salze für zuhause oder als Mitbringsel gekauft werden können. Zum Abschluss des Inselbesuchs gibt es noch einen Halt in der malerischen Hafenstadt L`Herbautière, wo jeder auf eigene Faust etwas unternehmen kann. Viele setzen sich bei traumhaftem Wetter und warmen Temperaturen in eines der vielen Cafe´s, ein paar Mutige laufen zum nahen Strand und nehmen ein Bad im kühlen Atlantik - Wassertemperatur 15 Grad! Nachdem sich einige schon Sorgen machen, wie man die Insel bei Flut verlassen kann, wird erklärt, dass es seit den 1970er Jahren auch eine große Brücke zum Festland gibt. Dieser Strecke folgend geht es zurück nach Beaucouzé, wo schon alle zum Abendessen im Grillrestaurant "Buffalo" erwartet werden. Es folgt der leider schon letzte Tag der Frankreichreise. Nach dem Früstück fahren alle in die nahegelegene Großstadt Angers, wo Thomas Storch in seiner gewohnt lockeren und freundlichen Art einige Sehenswürdigkeiten zeigt. Danach hat jeder noch ein paar Stunden zur freien Verfügung, viele bestaunen die grandiose Auswahl auf dem riesigen Wochenmarkt, manche Dame besucht auch die eine oder andere Modeboutique oder man setzt sich in ein Straßencafe. Zurück in Beaucouzé bereiten sich die Selber Musiker auf den Festzug vor, der am frühen Abend durch den Ort zieht. Begleitet von der Marschmusik folgen dem Spielmannszug sehr viele Bürger durch die Strassen zur Festhalle, wo bereits viele Leute den Umzug in Empfang nehmen. Nach den Dankesreden durch die Französischen und Deutschen Stadtoberhäupter werden alle wieder hervorragend verköstigt, und bei bester Stimmung wird der traditionelle Deutsch-Französische Abend gefeiert. Nachdem alle Instrumente verladen wurden und alle in bequeme Kleidung geschlüpft sind, heißt es wieder Abschied nehmen von den Französischen Freunden. Kurz vor Mitternacht steigen alle in den Bus und es geht zurück in Richtung Selb, wo die Reisegruppe um 15 Uhr wohlbehalten am Theaterparkplatz ankommt. Rückblickend war der Ausflug in die Partnerstadt Beaucouzé ein voller Erfolg, alle waren von der Französischen Gastfreundschaft begeistert, und auch die Selber Musiker konnten dort einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Einen besonderen Dank sagt der Spielmanns- und Fanfarenzug an viele Firmen und Geschäftsleute. Andrea Popp Schreibwaren, Carmen Küspert Tapeten, Drechsel Textilveredelung, Edeka Egert, Elektro Kästner, Godeck & Rucker, Konrad Schmidling, Metzgerei Schmidkunz, Prema Malerwerkzeuge GmbH, Rausch & Pausch, Rona Glas, Rotsching GmbH, Sparkasse Hochfranken, Spitzer Rohstoffe und einige mehr haben durch ihre Unterstützung dazu beigetragen, dass diese Reise durchgeführt werden konnte. Ein Dank gilt auch der Firma Weiherer, die mit ihren beiden Fahrern für einen sicheren Ablauf gesorgt hat. Bericht: Gerhard Stöhr
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Mai 2014
Der Spielmanns- und Fanfarenzug Selb feierte seinen traditionellen Kameradschaftsabend beim „Voit`s Erwin“ in Längenau. Zahlreiche Mitglieder mit ihren Familien waren der Einladung des Ersten Vorsitzenden Norbert Völkl gefolgt, so dass der Saal gut besetzt war. Norbert Völkl konnte die Veranstaltung krankheitsbedingt leider nicht persönlich besuchen, so dass Werner Gebhardt als Zweiter Vorstand durch den offiziellen Teil des Abends führte. Nach seiner Begrüßung ließ Gebhardt die vergangene Spielzeit noch einmal revue passieren, so erinnerte er an 32 gemeinsame Auftritte, von denen der im oberpfälzischen Floß als besonders schweisstreibend aber sehr schön hervorsticht. Ein Großteil der Mitglieder führte eine Reise in die Selber Partnerstadt Beaucouzé durch, wo natürlich auch einige Auftritte absolviert und die französischen Freunde begeistert wurden. Besonders stolz ist man beim Spielmannszug auf die Mannschaftsstärke, die im weiten Umkreis ihresgleichen sucht. So war man in der Lage, gleichzeitig zu Beaucouzé das Bürgerfest in Selb – freilich mit einer kleineren Truppe – traditionell zu eröffnen. Sehr zuversichtlich schaut man diesbezüglich auch in die Zukunft, konnten mit Emily Kellner und Alena Schirmer in 2014 wieder zwei neue Mitglieder gewonnen werden. Beide wurden recht herzlich in den Reihen willkommen geheißen. Für ihr einjähriges Mitwirken konnte Werner Gebhardt sogar gleich neun Kameraden beglückwünschen. Dies sind im einzelnen Helmut Kuhn, Yvonne Meier, Reiner Hartmann, Nishan-Enes Scupin, Uwe Arnoschi, Heike Rummel, Alex und Luke Stein und Maximilian Dreger. Auf eine fünfjährige Mitgliedschaft können Bastin Birkner, Stefan Hoch und Hannes Sollfrank zurückblicken. Manfred Hirschlein wurde für 10 Jahre geehrt. Oliver Wenzel, der an diesem Abend leider beruflich verhindert war, wurde für 35 Jahre geehrt und somit auch zum Ehrenmitglied ernannt. Der Höhepunkt des Abends war jedoch das Jubliäum von Uwe Meenen, der dem Spielmannszug seit 40 Jahren die Treue hält und dafür mit frenetischem Applaus gefeiert wurde. Die Geehrten erhielten Anstecknadeln, Urkunden und Blumen. Nachdem der offizielle Teil absolviert war, wusste Alleinunterhalter Thomas Rehwagen auf seine bekannte Art zu begeistern und sorgte mit toller Musik für eine fantastische Atmosphäre. Auch die Mitglieder des Musikzuges boten wieder einiges für die Unterhaltung, so gaben die Nachwuchsmusiker – stilecht blau geschminkt – unter Leitung von Daniela Meissner das Lied der Schlümpfe zum Besten, wobei alle zum Mitklatschen und Singen animiert wurden. Marion Stöhr verlas einen „original bayerischen Schwank“, bei dem teilweise Tränen gelacht wurde, und Betina Klerner führte mit einigen Begleiterinnen zu Ehren von Uwe Meenen einen aufwändig einstudierten Tanz auf. Alle Aufführungen wurden mit viel Applaus honoriert, und bei bester Stimmung wurde bis spät in die Nacht gefeiert.
Kameradschaftsabend Spielmanns-und Fanfarenzug 2014